Glendronach

 

Auf der A97 zwischen Huntly und Banff in den östlichen Highlands liegt kurz nach der Abfahrt in Forgue in der Nähe von Drumblair (B9001) die Glendronch Destillerie umgeben von grünen Hügeln im „Castle country“ von Aberdeeshire. Die beschauliche Stille wird immer wieder von Rooks unterbrochen die auf den riesigen, alten Bäumen rund um die Destillerie ihre brüten. Genau diese Vögel waren auch vor 200 Jahren – als die Scharzbrennerei noch aktuell war -  sehr hilfreich, da sie vor allen Besuchern (auch ungebetenen z.b.: Steuerfahndern) warnten.
Glendronach wird eher mit einem >k< als mit einem >ch< am Ende ausgesprochen und bedeutet soviel wie „Tal des Dronach“ oder „Tal der Brombeerhecken“
Das Wasser zur Produktion von Glendronach kommt vom Dronac Burn, der sowohl der Brennerei, als auch dem Whisky seinen Namen gab.
Die Gerste kommt zum größten Teil von den benachbarten Gerstenfeldern des fruchtbaren Forgue Tal, die auch im Besitz der Destillerie stehen.
Als Billy Walker und seine Konsorten die Destillerie übernahmen, konnten sie auf ein Lager von 9000 Fässern gereifter Malts zugreifen und in weiterer Folge sind ca. 50 Prozent der Jahresproduktion für den Eigenverkauf gedacht, und die andere Hälfte wird an Pernod Ricard verkauft, die mit diesen Malts ihre Blended Scotch Whiskies produzieren.
Glendronach wird noch immer zum größten Teil ausschließlich in gebrauchten Sherryfässern gelagert, und daher hatte und hat die Destillerie noch immer ganz viele Fans.

 

Historisches:

 

Im Jahre 1826 wurde die Glendronach Destillerie von einem Konsortium rund um James Allardes gegründet.

 

 

Einige wichtige und interessante Eckpunkte:

 

1837    Ein Großteil der Destillerie wurde durch ein Feuer zerstört

1852    Walter Scott von Teaninich übernimmt die Destillerie

1867    Walter Scott stirbt und die Brennerei wird von einem Konsortium aus Leith übernommen

1920    Charles Grant – ein Sohn von William Grant, dem Gründer von Glenfiddich - kauft Glendronach um 9000 Pfund und die Produktion startet 3 Monate später

1960    William Teacher & Sons übernimmt die Brennerei

1976    Ein Besucherzentrum wird feierlich eröffnet

1976    Allied Breweries kaufen William Teacher & Sons und damit auch die Brennerei

1996    Glendronach wird eingemottet.

2002    Die Produktion wird am 14. Mai wieder aufgenommen

2005    Die Destillerie wird während Umbauarbeiten geschlossen und Chivas Brothers (Pernod Ricard) werden die neuen Eigentümer da sie Allied Domecq übernahmen

2008    Pernod Ricard verkaufen die Brennerein an die Besitzer von BenRiach Destillerie rund um den Whiskydoyen Billy Walker

2011    Der 21 jährige Glendronach Parliament und 11 andere Jahrgangsmalts werden auf den Markt gebracht