Glen Scotia

Besonderheiten

Die Glen Scotia Destillerie steht in der Stadt Campbeltown auf der Halbinsel von Kintyre. Diese Landzunge die auch von John McCartney besungen wurde (Mull of Kintyre) war in den frühen 1920er Jahren eine der wichtigsten Whiskygegenden Schottlands. Allein in Campbeltown soll es bis zu 20 Whisky Destillerien gegeben haben. Daher wurde auch Campbeltown zur eigenen Region (neben den Lowlands, Highlands und Islay) erklärt. Heute gibt es leider nur mehr 3 Brennereien wovon eine erst 2004 kommisioniert wurde (Glengyle).
Glen Scotia sprich >Glen Scoscha< bedeutet soviel wie „Tal von Schottland“
Während einiger Jahre in den 1980er Jahren gab es keine einzige Brennerei in Campbeltown die in Betrieb war, da beide, Glen Scotia und Springbank geschlossen waren. Seit damals hat sich Springbank enorm entwickelt, und ist eine der grössten Destillerien Schottlands. Glen Scotia aber, mit einer Jharesproduktion von ungefähr 750.000Liter „New Spirit“ hat eine nicht so rühmliche Vergangenheit. Erst als Loch Lomond Distillers die Geschicke von Glen Scotia übernahm, zeigte sich ein Licht am Ende des Tunnels. Die Arbeiter der Springbank Destillerie haben ab 1999 geholfen den Betrieb in Glen Scotia wieder aufzunehmen. Dies war damals eine ähnliche Situation wie bei Scapa, die auch nur mit Hilfe der Arbeiter der nahegelegenen Highland Park Destillerie wieder Whisky herstellen konnte. Zur Zeit wird ein Glen Scotia 14 years angeboten, aber Gerüchten zufolge wird es in absehbarer Zeit einen sehr stark getorften Malt aus der Glen Scotia Destillerie geben.

Historisches

Im Jahre 1832 hat die Familie Galbraith die Glen Scotia Destillerie gegründet.  Die Destillerie selbst erwähnt aber das Jahr 1835 als Gründungsjahr von Glen Scotia auf dem Flaschenetikett.

1895  Die Glen Scotia Destillerie wird an die Stewart Galbraith & Company verkauft.
1919  Die Destillerie wird an die West Highland Malt Distillers verkauft.
1924  Die West Highland Malt Destillers müssen den Konkurs anmelden, und einer der Mangager, Duncan MacCallum kauft Glen Scotia.
1928  Die Glen Scotia Destillerie wird eingemottet.
1930  Duncan MacCallum begeht Selbstmord, und die Bloch Brothers, die im Jahre 1936 die Brennerei entgültig kaufen werden, übernehmen Glen Scotia.
1933  Die Produktion wird wieder aufgenommen.
1954  Hiriam Walker übernimmt Glen Scotia und auch Scapa.
1955   A. Gillies & Co. werden die neuen Besitzer von Glen Scotia.
1970  A. Gillies & Co. werden Teil der Amalgated Distillers Products.
1982  Eine total Renovierung der Destillerie wird nach fast 4 Jahren abgeschlossen.
1984  Die Glen Scotia Destillerie wird wieder geschlossen.
1989   Die Amalgated Distillers Products wird von Gibson International übernommen, und die Produktion wird wieder aufgenommen.
1994  Glen Catrine Bonded Warehouse Ltd. übernimmt die Brennerei und Glen Scotia wird wieder einmal eingemottet.
1999  Die Produktion wird wieder aufgenommen, und zwar am 5. Mai von J. A. Mitchell & Co. die auch die Springbank Destillerie führen.
2000  Loch Lomond Distillers übernimmt die Destillerie und ab Mai wird auch mit eigenem Personal gearbeitet.
2005 Ein 12 jähriger Glen Scotia wird abgefüllt.
2006 Eine torfige Version aus dem Jahr 1999 wird auf den Markt gebracht.