Highland Park

Besonderheiten

Die Highland Park Destillerie liegt am südlichen Ortsrand von Kirkwall, der Hauptstadt von der Orkneyinsel Mainland. An der Holm Road, die von der A961 abzweigt, steht diese nördlichste Destillerie Schottlands, da die Blackwood Destillerie auf den Shettlands noch keinen Single Malt produziert.
Highland Park sprich >heiland park<, die auf einer Anhöhe liegt, ist eine der wenigen Brennereien, die noch sehr traditionell arbeitet und einen Teil (20%) der verwendeten Gerste noch selber mälzt. Die Gerste, die auf Orkney angebaut wird, ist nicht ideal für die Whiskyerzeugung, daher wird die Gerste auf dem Festland gekauft. Das verwendete Torf (ca. 350 to.) hingegen wird im April auf Orkney, in den Hobbister Hills gestochen, über die Sommermonate getrocknet, und dann zur Erzeugung von Highland Park Single Malt Whisky verwendet. Das eigene Malz weist etwa 20 ppm auf (ungefähr soviel wie Bowmore), während das zugekaufte, von Tamdhu und Simpson´s (ca. 80%) nahezu ungetorft ist.  Die Aussage, daß zur Erzeugung von Single Malt nur weiches Wasser verwendet werden kann, wird durch 4 Destillerien widerlegt. Highland Park, Scapa, Glenmorangie und Glenkinchie verwenden nämlich hartes Wasser, und das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen (und trinken) lassen.
Die gesamte Sortiment von Highland Park präsentiert sich seit Anfang September 2006 in neuer Verpackung. Das war der Startschuß zum Versuch der Eigentümer (Edrington Group) die Marke unter den 10 meistverkauften Malts zu etablieren. Dieses Unterfangen ist mit 18 Mio. Pfund budgetiert, und soll in 5 Jahren abgeschlossen sein. Der Verkauf von Highland Park an Unabhängige Abfüller wurde aus diesem Grund nahezu gestoppt, da mit einer Jahresproduktion von 2,3 Mio. Litern das Maximum fast erreicht ist.
Highland Park reift sowohl in ex-Sherryfässern als auch in ex- Bourbonfässern. Die Proportionen variieren zwischen 20% in „first fill“ Sherry für den 12 jährigen bis 50% für den 25 jährigen. Der neue 30 jährige wird sogar zu 75% in „second fill“ Sherryfässern gelagert, und das trotz der hohen Kosten. Ein gebrauchtes Sherryfaß kostet ca. 550 Pfund während eingebrauchtes Bourbonfass nur etwa 75 Pfund kostet. Wenn man sich überlegt, dass Highland Park mehr als 45.000 Fässern in den eigenen Lagerhäusern besitzt, ist die wirtschaftliche Überlegung zur Verwendung von mehr Bourbonfässern sicherlich legitim.

Historisches

Im Jahre  1798 wurde die Highland Park Destillerie von David Robertson gegründet. Ein Ortsansässiger Schmuggler und Geschäftsmann, Magnus Eunson hatte zuvor auf dem Gelände von Highland Park eine Schwarzbrennerei betrieben.  

1816  John Robertson, ein Finanzbeamter, der Magnus Eunson ins Gefängnis brachte übernimmt die Highland Park Brennerei.
1826  Die Highland Park Destillerie bekommt eine Lizenz und wird von Robert Borwick übernommen.
1840  Robert´s Sohn George Borwick übernimmt die Destillerie, aber die Geschäfte beginnen nachzulassen.
1869  Der jüngere Bruder James Borwick erbt die Highland Park Destillerie und möchte sie verkaufen, da die Erzeugung und das Brennen von Spirituosen nicht mit seinem Priesterberuf vereinbar war.
1876  Stuart & Mackay steigen in die Firma ein, und die Verkaufszahlen werden besser, da man beginnt nach Norwegen und Indien zu exportieren.
1883  Sir Donald Currie besucht die Stadt Kirkwall mit seinem Schiff „Pembroke Castle“. Beeindruckt vom Whisky nimmt er 2 Kisten mit auf sein Schiff, die später vom König von Dänemark und dem russischen Zar genossen wurden.
1895  James Grant, von der Glenlivet Destillerie, kauft Highland Park.
1898  James Grant erhöht die Anzahl der Brennblasen (Stills) von zwei auf vier.
1937  Die Gruppe Highland Distillers kaufen die Highland Park Brennerei.
1979  Die Highland Distillers investieren einen hohen Betrag in die Vermarktung von Highland Park als Single Malt Whisky und die Verkaufszahlen stiegen signifikant.
1986  Ein Besucherzentrum, bekannt als eines der schönsten in ganz Schottland, wird eröffnet.
1997  Zwei neue Highland Park Single Malt Whiskies werden auf den Markt gebracht: der 18 jährige und der 25 jährige.
1999  Die Highland Distillers Gruppe wird von der Edrington Group und William Grant & Sons gekauft.
2000  Der Reiseführer „Visit Scotland“ verleiht Highland Park die Auszeichnung „Five Star Visitor Attraction“. Die Brennerei gab mehr als 2 Mio. Pfund für das Besucherzentrum und die Destillerie aus.
2005  Ein Highland Park 30 years wird zuerst in den USA und dann im Herbst auch auf dem Heimatmarkt vorgestellt. Ein 16 jähriger Malt nur für den Duty Free Markt und der Ambassador´s Cask 1984 wird auf den Markt gebracht.
2006  Die zweite Auflage des Amassador´s Cask – ein 10 jähriger aus dem Jahr 1996 – wird vorgestellt und auch die Verpackung wird umgestellt.
2007  „The Rebus 20“, ein 21 jähriger (nur für Duty Free), ein 38 und ein 39 jähriger Highland Park kommen auf den Markt.