Dalmore

Besonderheiten

Die Dalmore Destillerie liegt in Alness - einem Ort an der A9 nur etwa 19 Meilen nördlich von Inverness – in Easter Ross-shire und ist eine der attraktiveren Brennereien in Schottland. Sie liegt inmitten der pittoresken Landschaft des Cromarty Firth und der Black Isle.
Dalmore sprich: >Dal-mor< bedeutet soviel wie „ großes Tal“.
Der Erfolg von Dalmore ist wesentlich auf Richard Petterson zurückzuführen. Richard Petterson ist in dritter Generation Master Blender und seit 1970 bei Whyte & Mackay beschäftigt. Er war mit 26 Jahren der jüngste Master Blender Schottlands.
Dalmore ist der Star unter den Single Malts der Whyte & Mackay Gruppe. Dalmore konnte den Verkauf in den 5 Jahren von 1998 bis 2003 verdoppeln, während Isle of Jura (die zweite große Brennerei der Gruppe) buchstäblich stagnierte. Mit dem re-launch von Isle of Jura im Jahr 2005 stiegen auch die Verkaufszahlen wieder. Auch der – in der weltweiten Verkaufsstatistik an 19. Stelle liegenden – Whyte & Mackay Blended Scotch Whisky wurde 2006 neu auf den Markt gebracht. Schon damals machten Gerüchte die Runde, das die indische United Breweries Gruppe Whyte & Mackay kaufen möchte.
Im Mai 2007 war es dann soweit. Nach langen Gesprächen zwischen Vija Mallya, dem Besitzer von United Breweries und Vivian Imerman, dem Teilhaber und Vorsitzenden von Whyte & Mackay wurde der Vertrag unterschrieben. Der Preis von 575 Mio. Pfund wurde ausgehandelt. Die ca. 155 Mio Liter Whisky, die in den Lagerhäusern lagerten, wurden mit 350 bis 400 Mio. Pfund bewertet, während der Wert der Whyte & Mackay Gruppe mit 170 bis 190 Mio. Pfund bewertet wurde. Das heißt, daß Mallya die Invergordon Grain Destillerie, vier Malt Destillerien (Dalmore ist eine der vier) und eine nagelneue Abfüllanlage in Grangemouth um sehr wenig Geld bekam.  Weil Dalmore auch bei Whyte & Mackay immer schon mit Abstand die wichtigste Destillerie war, bezeichnet auch Mallya - Dalmore als das „Flagship“ der Gruppe.

Historisches

Im Jahre  1839 wurde die Dalmore Destillerie von Alexander Matheson gegründet und an die Sutherland Familie vermietet.

1850  Margaret Sutherland übernimmt den operativen Teil der Dalmore Destillerie.
1867  Die Brüder Charles, Andrew und Alexander Mackenzie betreiben Dalmore.
1870  Dalmore wird der erste Malt Whisky, der nach Australien exportiert wird.
1874  Die Anzahl der Brennblasen (Stills) wird von zwei auf vier verdoppelt.
1886  Alexander Matheson stirbt.
1891  Sir Kenneth Matheson verkauft die Dalmore Destillerie an die Mackenzie Brüder um 14.500 Pfund.
1917  Die Royal Navy übernimmt die Brennerei, um dort amerikanische Minen herzustellen.
1920  Die Royal Navy verläßt die Brennerei wieder, und hinterläßt  – durch eine Explosion – teilweise zerstörte Gebäude.
1922  Die Dalmore Destillerie beginnt wieder mit der Produktion von Whisky. Alexander Mackenzie und die Royal Navy können sich auf keine Kompensation für die entstandenen Schäden einigen.
1925  Der Disput zwischen Mackenzie und der Navy wird bis zum House of Lords ausgetragen.
1956  Der eigene Malzboden (Flormalting) wird durch Saladin Boxen ersetzt.
1960  Mackenzie Brothers (Dalmore) Ltd. verbinden sich mit Whyte & Mackay und formen die Dalmore-Whyte & Mackay Ltd.
1966  Die Anzahl der Brennblasen ( Stills) wird von 4 auf acht verdoppelt.
1982  Die Saladin Boxen werden abgebaut.
1990  American Brands kaufen Whyte & Mackay.
1996  Whyte & Mackay ändert den Namen auf JBB (Greater Europe).
2001  Durch ein Management buy-out wird JBB (Greater Europe) von Fortune Brands gekauft, und in Kyndal Spirits umbenannt.
2002  Ein 62 jähriger Dalmore wird auf der McTear´s Auktion um 25.877,50 Pfund ersteigert. Dieser Malt ist bis dahin der am teuersten verkaufte Whisky. Kyndal Spirits wird in Whyte & Mackay zurückbenannt.
2004  Ein neues Besucherzentrum mit Verkostungsraum, Ausstellung und Verkaufsraum wird eröffnet.
2005  Black Pearl – ein sechs Monate in Madeirafässern gelagerter Malt – wird auf den Markt gebracht.
2007  United Spirits kaufen Whyte & Mackay, und bringen den 1973er Cabernet Sauvignon (33 Jahre) und einen 40 jährigen Malt auf den Markt.