Glen Grant

Besonderheiten

Die Glen Grant Destillerie liegt in dem Whisky Ort Rothes in der Region Speyside. Direkt am Ortseingang ist ein Kreisverkehr, den man an der ersten Ausfahrt verläßt, um zur Destillerie zu kommen. An der dritten Ausfahrt sieht man auch die Gebäude der Caperdonich Destillerie.
Der Name Glen Grant >glen grant< bedeutet „Tal der Grants“.
Obwohl Glen Grant an der zweiten Stelle im weltweiten Verkauf steht – ganz knapp vor Glenlivet und Macallan – kennt man diesen Malt eigentlich sehr wenig. Das mag an den wenigen Erzeuger Abfüllungen liegen, oder auch daran, dass Glen Grant außerhalb von Europa kaum angeboten wird. Glen Grant (ohne Jahrgang) ist in Italien der meistverkaufte Malt seit Jahrzehnten. Seit Campari die Brennerei übernommen hat, wird ein sehr starkes Augenmerk auf die Erweiterung von bislang kleinen Exportmärkten – wie zum Beispiel Asien und USA – gelegt. Dennis Malcolm wurde als Destillerie Manager geholt, um diesen Wechsel zu vollziehen. Es ist sehr schwierig – um nicht zu sagen unmöglich – jemanden zu finden, der mehr Erfahrung mit Glen Grant hat. Er hat in Glen Grant bereits zwischen 1961 und 1970 und nochmals zwischen 1983 und  1999 gearbeitet. Nach einem kurzen, aber sehr erfolgreichen Zwischenspiel in Balmenach als Destilleriemanager, hat ihn Glen Grant nunmehr wieder.
Als Mitglied des „Malt Whisky Trail“ ist die Glen Grant Destillerie sicherlich die attraktivste zu besuchen. Der spektakuläre und wunderschön angelegte Garten, der nach der Tour zur Besichtigung einlädt, ist schon eine Reise wert. Zusätzlich wird aus dem „dram Safe“ – einem Safe, der gebaut wurde um die Gäste von den Brüdern Grant zu bewirten – noch immer ein Kostschluck angeboten, den man auch direkt aus der hauseigenen Quelle mit Wasser verdünnen kann. Glen Grant ist nur eine von zwei Destillerien, die nach Personen benannt wurde. Die zweite ist Pulteney in den nördlichen Highlands.

Historisches

Im Jahre  1889 wurde mit dem Bau der Glen Grant Destillerie begonnen. Die Bauherren waren die Brüder James und John Grant, die auch Teilhaber der Aberlour Destillerie in den 1830er Jahren waren, und auch die Dandelaith Destillerie gemanagt haben.
 

1840  Die Produktion startet und die Brennerei war damals unter dem Namen Drumbain bekannt.
1861  Glen Grant war die erste Brennerei Schottlands, die elektrisches Licht einführte.
1864  John Grant stirbt.
1872  James Grant stirbt auch und vererbt die Brennerei seinem Sohn James junior (Major James Grant).
1897  James Grant beschließt den Bau einer zweiten Destillerie auf der gegenüberliegenden Seite der Straße und nennt sie Glen Grant No.2.
1902  Glen Grant No.2 wird stillgelegt und eingemottet.
1931  Major James Grant stirbt und sein Enkelsohn Major Douglas Mackessack übernimmt die Geschicke der Glen Grant Destillerie.
1953  J. & J. Grant verbindet sich mit George & J. G. Smith, welche die Glenlivet Destillerie betreiben, und gründen The Glenlivet & Glen Grant Distillers Ltd.
1961  Armando Giovinetti und Douglas Mackessack werden sehr gute Freunde und deren Freundschaft führte dazu, daß Glen Grant der meistgekaufte Malt in Italien wurde.
1965  Die Produktion in Glen Grant No 2 wird wieder aufgenommen, und die Brennerei wird in Caperdonich umbenannt.
1972  The Glenlivet & Glen Grant Distillers verbinden sich mit Hill Thompson & Co. und Longmorn-Glenlivet Ltd. um The Glenlivet Distillers zu gründen. 
1973  Die Anzahl der Brennblasen (Stills) werden von vier auf sechs erhöht.
1977  Chivas & Glenlivet Group (Seagrams) kaufen Glen Grant Distillery und erhöhen die Zahl der Brennblasen (Stills) von sechs auf zehn.
2001  Pernod Ricard und Diageo kaufen Seagrams Spirit and Wine, wobei Pernod die Chivas Group bekommt.
2006  Campari kauft die Glen Grant Destillerie um 115 Mio. Pfund. Teil des Kaufes war auch die Übernahme von „Old Smuggler“ und „Braemar“ um weitere 15 Mio. Pfund.
2007 Die gesamte Produktpalette bekommt eine neue Verpackung und wird mit neuem Gesicht auf den Markt gebracht