Tullibardine

Besonderheiten

Die Tullibardine Destillerie liegt zwischen Stirling und Perth, oder noch genauer zwischen dem Dorf Blackford (an der A9), in der das berühmte Highland Spring Wasser abgefüllt wird, und  Auchterarder, wo das noch berühmtere Gleneagles Golfhotel steht. Tullibardine gehört daher zur Region Perthshire und liegt nur ganz knapp nördlich der imaginären Grenze, die die Lowlands von den Highlands trennt. Das Blackwood-Moor vor den Ochil Hills ist bekannt für sein gutes Grundwasser, von dem nicht nur die „Highland Spring Water Company“ sondern auch die Tullibardine Destillerie profitiert.
Tullibardine sprich >tallibárdin< bedeutet soviel wie „Hügel von Bardine“
Da es für fast ein Jahrzehnt keine Produktion von Tullibardine Malt Whisky gegeben hat, haben die neuen Besitzer ein Problem. Bis die, erst seit 2003 wieder produzierten Malts auf den Markt kommen, wird es sicher 2014 sein und bis dahin sind die Lagerhäuser von Tullibardine sicher vollkommen leergeräumt. Aber abgesehen vom Verkauf verschiedener Jahrgangswhisky haben die jetzigen Manager von Tullibardine einen ganz neuen und innovativen Zugang zum Verkauf neuer Produkte gewählt. In einer kleinen Hausbrauerei wird Bier erzeugt. Das, nur im Visitorcenter verkaufte Bier heißt, genauso wie das Besucherzentrum um das angeschlossenen Cafe 1488. Im Jahre 1488 wurde nämlich die Krönung des König James IV. gefeiert. Zum Anlass dieser Krönung wurde Bier serviert, dass von der Brauerei erzeugt wurde, die früher auf dem Gelände der heutigen Tullibardine Destillerie stand. Tullibardine war die erste Destillerie, die im 20. Jahrhundert erbaut wurde.

Historisches

Erst im Jahr 1949 wurde die Tullibardine Destillerie vom Architekten William Delmé-Evans und C.I. Barret gegründet. Die Gebäude datieren zurück auf eine ehemalige Bierbrauerei aus dem 15. Jahrhundert. Es stand schon einmal eine Brennerei namens Tullibardine auf diesem Grundstück, die wurde aber bereits 1837 geschlossen.

1953  Delmé-Evans verkauft seine Anteil an Tullibardine an Brodie Hepburn Ltd. Barret der andere Anteilhaber bleibt Tullibardine bis 1958 als Manager erhalten.
1971  Invergordon Distillers kaufen Brodie Hepburn Ltd.
1972  Die Anzahl der Stills wird von zwei auf vier verdoppelt.
1993  Whyte & Mackay (die damals zu Fortune Brands gehörten) kaufen Invergordon Distillers.
1994  Die Tullibardine Destillerie wird eingemottet.
1995  White & Mackay ändert den Namen auf JBB (Greater Europe).
2001  Die Manager von JBB (Greater Europe) kaufen sich von Fortune Brands frei, und ändert den Namen auf Kyndal.
2002  Kyndal kehrt zu seinen den Wurzeln zurück und nennt sich ab sofort wieder White & Mackay  Ein Konsortium aus Alan Williamson, Douglas Ross, Michael Beamish und Alastair Russel kaufen die Tullibardine Destillerie für 1.1 Mio. Pfund und im Dezember startet die Produktion wieder. William Delmé-Evans stirbt im Alter von 83 Jahren.
2003  Das Tullibardine 1488 Geschäft und das Tullibardine 1488 Cafe wird gebaut, es werden auch geführte Touren durch die Brennerei angeboten.
2004 Drei Jahrgangsmalt Whiskies (1964, 1973, 1988) werden abgefüllt. Das Tullibardine 1488 Café und der Tullibardine 1488 Shop wird eröffnet.
2005 Drei wood finished aus dem Jahr 1993 (Portwood, Muscatel und Marsala) werden zusammen mit einem 1986er aus der John Black Selection Serie auf den Markt gebracht.
2006 Der Jahrgang 1966, ein Sherrywood finished und ein neuer Malt der John Black Selection werden vorgestellt.
2007 Fünf verschiedene wood finished werden zusammen mit zwei Single Cask vintages auf den Markt gebracht.