St. Magdalene

Besonderheiten

Die beiden Gemeinden Linlithgow und Falkirk, die direkt an der M9 zwischen Edinburgh und Glasgow liegen, waren die Heimat von vielen Destillerien. Allein sieben in Linlithgow. Unter diesen sieben Brennereien war auch die St. Madgalene Destillerie. Das wohl berühmteste Gebäude in Linlithgow sind die Ruinen vom Linlithgow Palace, die auf das 13. Jahrhundert zurückdatieren. Im Linlithgow Palace wurde 1542 auch Mary  die „Queen of Scots“ geboren.
Als die St. Magdalene sprich >sankt mágdalen< Destillerie 1983 zugesperrt wurde, verlor Linlithgow seine letzte Brennerei. Nur 10 Jahre später verlor auch Falkirk mit Rosebank seine letzte Destillerie. Ein Jahrzehnt lang waren die Gebäude von St. Magdalene unberührt, bis in der Mitte der 1990er Jahre ein Teil der Gebäude in Luxuswohnungen umgebaut wurden. Weitere Investitionen die rund 3 Mio. Pfund betrugen, führten zu 30 neuen Appartements.
St. Magdalene war – soweit es die Produktion und den Transport anging – perfekt gelegen. Direkt an der Hauptstrasse zwischen Stirling und Edingurgh mit eigenen Gleisen für die Bahn und mit dem „Union Canal“ direkt vor der Haustüre. Der Union Canal wurde 1822 erbaut um Stirling mit Glasgow und Edinburgh auf dem Wasserweg zu verbinden. Schon 30 Jahre zuvor wurde der Forth & Clyde Canal fertiggestellt. Er verlief von Grangemouth am Firth of Fort (im Osten) und Bowling am Firth of Clyde (im Westen). Der Union Canal verband auch noch Stirling mit diesem so wichtigen Wasserweg. Die Kanäle wurden 1963 geschlossen und in den Jahren 2001 und 2002 wieder geöffnet.

Historisches

Die St. Magdalene Destillerie wird 1795 von Sebastian Henderson gegründet, und 1797 an Adam Dawson, den Besitzer der Bonnytoun Destillerie verkauft.

1894  Die A & J Dawson group wird gegründet und die Destillerie ausgebaut.
1912  Die A & J Dawson muß den Ausgleich anmelden, und wird von Distillers Company Limited (DCL) übernommen.
1913  St. Magdalene gründet zusammen mit Rosebank, Glenkinchie, Clydesdale und Grange die Scottish Malt Distillers (SMD).
1927  Sehr teure Reparaturmassnahmen an der Destillerie beginnen.
1983  Die Destillerie wird geschlossen.
1995 Der St. Magdalene 1970 vintage (23 years) wird in die Rare Malt Collection von Diageo aufgenommen.
1998 Der St. Magdalene 1979 vintage (19 years) kommt ebenfalls zur Rare Malt Collection von Diageo.